USA Oktober 2015 - Tag 5

October 19, 2015

Die heutige private Airboat-Tour mit Gary Thompson war ein echtes Highlight. Während sich in Everglades City fünf große Airboat-Anbieter auf sieben Quadratmeilen tummeln, bietet Gary als einziger Anbieter Touren durch das weitläufige Indianerland an. Wir waren das einzige Boot weit und breit und haben in den zwei Stunden eine riesige Fläche befahren. Zwar mussten wir dafür von Everglades City wieder 35 Meilen in Richtung Miami und später wieder zurück fahren aber das war uns egal. Als wir am indianischen Restaurant "Tippy" direkt am Hwy 41 ankamen, haben Gary und sein Sohn grad unser Boot ins Wasser gelassen. Und dann gings auch schon los.

 

Mit den 2-Wege-Headsets konnten wir uns während der Fahrt mit Gary unterhalten und seinen Erklärungen lauschen.

 

Die Kids haben vorne gesessen, wir Eltern direkt dahinter und Gary hinter uns am Steuerknüppel. Die Boote bewegen sich mithilfe eines riesigen Propellers am Heck durch das Wasser. Theoretisch reichen dem Boot 2cm Wassertiefe aus, um fahren zu können. Wir hatten im Schnitt einen halben Meter Wasser unter uns. Nördlich vom Hwy 41 fährt man durch Süßwasser (Regenwasser), südlich vom Hwy durch Salzwasser (Meerwasser).

Ein blinder Passagier, eine Dragonfly (Libelle) 

Die Fahrt ging zunächst durch atemberaubende Graslandschaften

Alles, was man hier an Pflanzen sieht, wächst tatsächlich im oder auf dem Wasser - auch die Bäume.

Solche Passagen haben wir mit Vollgas durchfahren, so dass einem die Augen tränten. Daher mein Tipp, Airboat immer mit (Sonnen-)brille

In der Fahrrinne, wo das Gras durch die Boote plattgemacht wurde, haben sich oft Seerosen angesiedelt.

Gary kennt auch Stellen im Wald, die man mit dem Boot durchfahren kann.

Das Braune im Wasser sind Nadeln von den Bäumen - Zeichen des nahenden "Winters".

 

 

Und nun das große Quiz: Wer findet den Alligator?​  

Hierbei handelt es sich um ein großes und aggressives Weibchen. Circa 60-100 Jahre können sie alt werden, die Gators.

 

Heute war ein eher kühler Tag. An solchen Tagen sind die Alligatoren meist unter Wasser, wo es wärmer ist und wo sie etwa drei Stunden ohne Sauerstoff auskommen können. Wenn die Sonne richtig warm runterbrutzelt, dann kann man auf einer Tour 40-50 Exemplare sehen. Wie alle Echsen brauchen auch Alligatoren die wärmende Sonne, um auf Touren zu kommen. Wir haben durch das kühle Wetter heute nur 6-7 entdeckt. Meistens machen sie sich sofort aus dem Staub, wenn  sie die Boote wahrnehmen. Besonders die großen älteren Exemplare sind scheu. Warum? Weil sie wissen, daß Menschen ihnen gefährlich werden können. Von den circa 2 Millionen Exemplaren in den Glades werden jedes Jahr auch Tiere zur Jagd freigegeben. Diese werden dann zu schmackhaften Mahlzeiten oder Handtaschen verarbeitet. Dies geschieht auch, um die Population auf einem Niveau zu halten, das für Flora und Fauna günstig ist.

Jede Menge Natur.

Stellenweise sehr üppige Vegetation.

Dann auch wieder viel Wasser.

Aber immer schön.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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